Wenn Dorfleben zur Primetime wird

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Bei „Let’s Dance“ begeistern die Männer der Landjugend mit einer mitreißenden Showeinlage und zeigen eindrucksvoll, wie viel Energie und Leidenschaft im Tanz steckt.

„Bei uns steht die Gemeinschaft der Jugend auf dem Land im Mittelpunkt – ihre Fortbildung, ihr Netzwerk, ihre Horizonterweiterung“, sagt Franziska Albrecht, Vorsitzende der Landjugend Rot am See. Seit drei Jahren führt sie gemeinsam mit Lukas Klenk den 1968 gegründeten Verein. Ob Hüttengaudi, Schnitzelessen, Muswiese oder Mitternachtsturnier: Für Albrecht zählen vor allem die gemeinsamen Momente. 227 Mitglieder und ein vielseitiges Programm zeigen, dass Gemeinschaft aktiv gelebt wird. Besonders spürbar wird das an diesem Abend: Nach acht Jahren Pause kehrt der Dorfabend zurück. Monate lang wurde geplant und geprobt, auch passive Mitglieder bringen sich wieder ein. „Die Verbundenheit bleibt.“

"Von ARD bis Stallkanal"

Unter dem Motto „Primetime – von ARD bis Stallkanal“ wird die Turnhalle in Brettheim zur Bühne. Rund 300 Gäste kommen, sitzen zusammen und genießen die Atmosphäre. Während die Metzgerei Gehring bewirtet, übernehmen die Fußballer des SV Brettheim den Service. Auch Bürgermeister Dr. Sebastian Kampe, Anna Hollenbach, Vertreterin des Landesverbands sowie benachbarte Landjugenden und Landfrauen sind gekommen.

Durch den Abend führen Franziska Albrecht und Max Gröner mit viel Humor. Wie in einem Fernsehprogramm sitzen sie neben der Bühne und „zappen“ sich mit dem Publikum durch die Show.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Mit viel Charme und Humor führen Franziska Albrecht und Max Gröner als Moderatoren durch das „Fernsehprogramm“.

Zum Auftakt läuft eine „Tagesschau“ in Landjugend-Manier: Im Fokus: die Baustelle der B290. Mit trockenem Humor kommentiert die „Nachrichtensprecherin“ die leere Baustelle: „Mit Hochdruck arbeitet man hier.“ Ein Autofahrer ergänzt im breiten Dialekt: „I wollt nur kurz tanke – jetzt kenn i die ganze Gma.“ Selbst die Muswiese bleibt nicht verschont: „Der Pfeffi war ausverkauft“ – ein wirklicher Skandal.

Bürgermeister Kampe greift den Faden auf. Er spricht von Fortschritten, von Investitionen, von einer Gemeinde im Wandel – und doch überlagert die Baustelle vieles. „Mittlerweile ist hier jeder Umleitungsexperte.“ Sein Blick aber ist klar: auf den Zusammenhalt. „Rot am See lebt von den Menschen, die sich einbringen.“ Die Landjugend verkörpere genau das.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Bürgermeister Dr. Sebastian Kampe macht eindrucksvoll deutlich, dass Rot am See von engagierten Vereinen wie der Landjugend getragen wird.

Im „Tatort“ wird es kriminell. Vorsitzender Lukas Klenk schlüpft in die Rolle als „Schnapsleiche“. Ermittler Jan Immel und sein Kollege – unverkennbar inspiriert von „Hubert und Staller“ – gehen dem Fall auf den Grund. Zwischen Bierkrügen, Dialekt und schrägen Dialogen entfaltet sich ein Theaterstück voller Witz. Als das „Gmabledle“ die entscheidende Beobachtung liefert, ist klar: Hier geht es nicht nur um einen Mord, sondern um ein viel größeres „Verbrechen“. Das Publikum lacht, applaudiert und ist mittendrin. „Es war ein riesiger Aufwand“, sagt Immel später. Requisiten, Rollen, Ideen – vieles sei aus gemeinsamen Erlebnissen entstanden. „Beispielsweise beim Osterausflug. Gerade solche Erinnerungen bleiben.“

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Mit ihrem „Tatort“ begeistert die Gruppe um Jan Immel (rechts) das Publikum: Die „Schnapsleiche“ Lukas Klenk (links) wird dabei mit Ernsthaftigkeit fachmännisch untersucht.

Auch tänzerisch zeigt die Landjugend, was in ihr steckt. Bei „Goodbye Deutschland“ wird die Geschichte des „Wirtshaus-Franz“ erzählt – mit Musik, Energie und einer beeindruckenden Choreografie. Das Publikum ist begeistert, fordert lautstark eine Zugabe.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Die gemischte Tanzgruppe in „Goodbye Deutschland“ überzeugt unter der Leitung von Laura Kurek und Jette Weckert mit mitreißenden Einlagen – unter anderem zu „Au Revoir“ und „Der Wirtshaus-Franz“.

Atemlos durch Brettenfeld

Im „Hohenloher Rundfunk“ wird der Blick wieder lokal: eine humorvolle Reportage, musikalische Einlagen und liebevolle Seitenhiebe auf das Dorfleben. Spätestens bei Liedzeilen wie „Atemlos durch Brettefeld, weil des Schnaufe so schwer fällt“ bricht das Publikum in Gelächter aus – eine Anspielung auf den Kläranlagenumbau.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends: „Wetten, dass…“. Mit sichtbarer Spielfreude schlüpfen Max Gröner und Johannes Unbehauen in die Rollen von Michelle Hunziker und Thomas Gottschalk. „Wir wetten, dass Lukas Klenk schneller ein Weizen exen kann als die anderen Teams.“ Und Klenk liefert – souverän sichert er der Landjugend Rot am See den ersten Sieg. Nicht weniger kurios geht es in der zweiten Wette weiter. „Wir wetten, dass Jan Immel schneller einen Napf Hundefutter leer essen kann als die anderen“, kündigt Gröner an und präsentiert demonstrativ eine Packung Tiernahrung – „Adult ab 12 Monaten, mit Rind und Huhn“. Bei der dritten Wette kommt Kraft ins Spiel: Tobias Baureis tritt an, um mehr Meterstäbe zu zerbrechen als die Konkurrenz. Mit erstaunlicher Leichtigkeit knickt er einen nach dem anderen. Bürgermeister Kampe hingegen kämpft sichtbar mit dem Material und nimmt es mit Humor. Auch die Abschlusswetten sorgen für beste Unterhaltung. Ob das Gewicht eines Kuhkopfes, eines Asbach-Tabletts oder eines „Deutschen Riesen“ geschätzt werden muss – der Ideenreichtum kennt keine Grenzen. Gröner kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Dr. Kampe bring mer au noch vollster nach Hohenlohe.“

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

In „Wetten, dass…“ überzeugt Lukas Klenk (Mitte) mit beeindruckender Schnelligkeit beim Weizen-Exen – beobachtet von Max Gröner als Michelle Hunziker (links) und Johannes Unbehauen als Thomas Gottschalk (rechts).

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Auch bei der „Hundefutter“-Wette triumphiert Jan Immel (Mitte) und sichert der Landjugend Rot am See einen weiteren Sieg.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Bei der Meterstab-Wette überzeugt Tobias Baureis (Mitte) und bricht einen nach dem anderen mit scheinbarer Leichtigkeit. Bürgermeister Dr. Sebastian Kampe (rechts) kämpft sichtbar – nimmt es aber mit Humor.

In der Pause wird deutlich, wie sehr das Publikum das Engagement schätzt. „Ihr seid top“ oder „Einwandfrei“ fallen öfter. Auch Renate Dürr aus Rot am See sitzt in den Reihen. „Ich finde es einfach toll – junge Leute stellen gemeinsam so etwas auf die Beine. Das schweißt zusammen.“ Für sie steht die Landjugend für Gemeinschaft und generationsübergreifenden Zusammenhalt. Auch ihre Kinder sind aktiv, viele blieben über Jahre hinweg dabei. Neben Veranstaltungen schätzt sie besonders die vielfältigen Aktivitäten und den Austausch mit anderen Landjugenden. Ihr Fazit: „Sie geben sich einfach unglaublich Mühe.“

Beim Programmpunkt „Bauer sucht Frau“ wird es charmant-skurril. Philipp Richter führt als Ingo Bause durch die Partnersuche von „Bäuerin Nicole“ sowie „Bauer Florian“, „Dennis“ und „Hermann“. Humorvolle Videos sorgen für beste Unterhaltung – vom sportlichen Dennis, der „gern Tennis spielt“ bis zum eigenwilligen Hermann, der mit 70 noch ganz eigene Dating-Ideen hat.

In „Let’s Dance“ gehört die Bühne den Männern der Landjugend. Unter der Leitung von Lukas Klenk und Fabian Heinold begeistern sie mit einer energiegeladenen Choreografie. Der Applaus fordert eine Zugabe – bei „So ein schöner Tag“ feiert das Publikum lautstark mit.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Den Abschluss bildet „Udo pennt“: vertraute Figuren, ehrlicher Dialekt und treffsicherer Humor lassen die Bühne noch einmal lebendig werden. Es spiegelt genau das wieder, was den Abend trägt: das gelebte Miteinander.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.

Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt.





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