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Milliarden-Berg im Kleiderschrank: Wohin mit unseren Altkleidern?

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Second Hand statt Wegwerfen: In Stimpfach zeigt Anton Vaas, welche gewaltigen Mengen an Altkleidern jährlich anfallen, was mit ihnen geschieht und warum das Sammelsystem unter Druck steht. Rund 30 Besucherinnen und Besucher hörten Anton Vaas zu. Er betonte: Der Rückgang der Altkleidercontainer liege nicht an fehlender Sammelbereitschaft, sondern unter anderem daran, dass sie zunehmend als Restmülltonnen missbraucht würden. „In Deutschland werden jährlich 1,2 Millionen Tonnen Alttextilien erfasst. Das entspricht rund zwei Milliarden einzelnen Textilien und mehr als 52.000 gefüllten Lkw“, sagt Anton Vaas, Vorstand der Aktion Hoffnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Welche Wege ausgediente Kleidung nimmt und warum der bewusste Umgang mit Textilien immer wichtiger wird, zeigte er bei seinem Vortrag „Die Textilwende beginnt im Kleiderschrank – Kleiderspende und ihre Verwertung“ im Gemeindehaus St. Franziskus in Stimpfach. Rund 30 Interessierte sind gekommen. Der Vortrag bildete zugleich d...

„Es kann nur diese Frau sein“– 50 Jahre Liebe in Crailsheim

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Gisela und Stefan Seichter aus Altenmünster feiern Goldene Hochzeit. Sie blicken auf 50 Jahre voller Liebe und Erinnerungen zurück – mit Tränen in den Augen, einem Lachen und viel Humor. Seit 50 Jahren Seite an Seite: Stefan und Gisela Seichter aus Altenmünster feiern ihre Goldene Hochzeit und blicken gemeinsam auf ein Leben voller Liebe, Humor und besonderer Erinnerungen zurück. Alles begann in der damaligen Diskothek New Yorker in Crailsheim. Dort fiel Stefan Seichter seine Gisela auf. „Ich hab sie gesehen und überlegt, was ich machen kann, dass ich sie für mich gewinne.“ Im Urlaub schrieb er ihr Briefe und Postkarten. „Es hat viel Liebe und Überzeugungskraft gekostet.“ Schließlich fragte er: „Kannst du dir was mit mir vorstellen?“ Heute, rund fünf Jahrzehnte später, sagt der 71-Jährige: „Wenn ich mir eine Frau aussuchen könnte, dann kann es nur diese sein.“ Er sei schon immer ein Stratege gewesen, ergänzt seine Frau mit einem Lachen. Um ihm zu imponieren, trank sie damals sogar eine...

Spuren, die geblieben sind: Verborgene Geschichten aus Crailsheims Straßen

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Bei einer Stadtführung durch die Wilhelm- und Bergwerkstraße wurden Gebäude, Erinnerungen und fast vergessene Geschichten wieder lebendig. Details, die beim Vorbeifahren kaum auffallen. Gerda Lober blüht bei der Stadtführung auf: Mit viel Engagement führt sie die Gruppe durch die Wilhelm- und Bergwerkstraße. Historische Bilder lassen dabei die Erinnerungen vieler Teilnehmer wieder lebendig werden. Beim Vorbeifahren nimmt man die Geschichte der Wilhelm- und Bergwerkstraße in Crailsheim kaum wahr. Bereits im 18. Jahrhundert entstand in der „Haller Vorstadt“ das erste Gewerbegebiet der Stadt. Gerda Lober vom Stadtarchiv führte rund 25 Interessierte durch diesen Teil der Stadtgeschichte. „Wir sind ein Team aus rund fünf Leuten“, sagt die 64-Jährige aus Tiefenbach. Seit 20 Jahren gibt es jeweils am letzten Mittwoch im Monat eine öffentliche Stadtführung mit wechselnden Themen. „Heute machen wir uns 90 Minuten auf den Weg in die Wilhelmstraße und Bergwerkstraße.“ Geschichte sei schon immer i...

„Elende Fotzen“ und SS-Symbole: 42-Jähriger steht in Crailsheim vor Gericht

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Hitlergruß, Körperverletzung, Beschimpfungen: Vor dem Amtsgericht Crailsheim muss sich ein 42-Jähriger wegen einer Reihe von Vorwürfen verantworten. Im Saal hat er seine ganz eigene Sicht der Dinge. In der Wilhelmstraße auf Höhe des New Yorker zeigte der 42-Jährige seine SS-Affinität einem vorbeifahrenden Polizeiwagen und Passanten mit dem Hitlergruß. Richterin Uta Herrmann, Staatsanwalt Adis und Verteidiger Günter Hofmann blicken auf eine leere Anklagebank. Eigentlich sollte dort an diesem Verhandlungstag ein 42-Jähriger aus Crailsheim sitzen. Ihm werden unter anderem gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, der Besitz einer verbotenen Waffe sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorgeworfen. Doch vom Angeklagten fehlt zunächst jede Spur. Nachdem Herrmann seine Vorführung angeordnet hat, wartet man im Gerichtssaal darauf, ob die Polizei den gelernten Zimmerer überhaupt findet. „Da sind wir g...

Erinnerungen auf vier Rädern: Oldtimer gehen auf große Herbstausfahrt

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Chrom, Nostalgie und Fahrspaß: Bei der 26. Herbstausfahrt des Oldtimermuseums Ellrichshausen gingen wieder zahlreiche historische Fahrzeuge auf eine rund 60 Kilometer lange Tour durch die Region. Historische Fahrzeuge soweit das Auge reicht: Die Herbstausfahrt des Oldtimermuseums Ellrichshausen lockte zahlreiche Oldtimerfreunde nach Crailsheim. Auch in diesem Jahr lud der Verein Oldtimermuseum Ellrichshausen zu seiner liebgewonnen Tradition der Herbstausfahrt ein. Bereits zum 26. Mal machten sich Oldtimerfreunde gemeinsam auf den Weg durch das Hohenloher Land. Für die Ausfahrt öffnete die Stadt Crailsheim erneut die Zufahrten zum Schweinemarktplatz, zum Rathausplatz und zur Langen Straße. Zahlreiche historische Fahrzeuge reihten sich aneinander und verwandelten die Innenstadt für einige Stunden in eine automobile Zeitreise. Automobile Zeitreise „Ziel ist die gemeinsame Bewegung der Oldtimer und zugleich deren Präsentation für die Öffentlichkeit“, betont Schriftführerin Christina Ki...

Eine Frau, viele Gesichter: Michaela Kernwein lebt für die Bühne

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Ob als Fanny, Kräuterwalli oder am Schlagzeug: Michaela Kernwein liebt es, sich auf der Bühne auszuleben. Geprägt von Musik und ihrem Vater geht die 53-Jährige bis heute unbeirrt ihren eigenen Weg. Die Bühne ist für Michaela Kernwein ein Ort zum „Rausgehen und Ausflippen“. Abseits des Scheinwerferlichts ist sie Mutter, Arzthelferin und gibt die Werte, die sie selbst geprägt haben, an ihre Kinder weiter. „Fanny war so widerlich. Ich wollte mal richtig hässlich auf der Bühne sein“, erinnert sich Michaela Kernwein aus Wallhausen. Die 53-Jährige spielt mit Leidenschaft in der Bädles Bühne Hengstfeld. Unvergessen ist genau diese Rolle 2023: „Ich war so eklig geschminkt, dass sich mein jüngster Sohn Lenny vor mir geekelt hat“, erzählt sie mit einem Lachen. Backerbsen dienten als Popel. Ihr Mann nennt sie bis heute so, beim Anruf erscheint sogar ihr Rollenfoto auf dem Display. Für Kernwein ist jedes Stück eine Zeitreise – zurück zu Figuren, Begegnungen und Momenten, die geblieben sind. Die ...

Liebe auf vier Hufen: Leonie Kopf und ihre besonderen Haflinger

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Für Leonie Kopf sind ihre Haflinger nicht nur Rekordhalter der Aachener Quadrille, sondern treue Wegbegleiter. Beide bildete sie selbst aus – ein Leben ohne sie ist unvorstellbar. Heute sind ihre beiden Haflinger Namao (rechts) und Willi nicht nur Leonie Kopfs tägliche Begleiter, sondern auch Teil eines Weltrekords und ihre besten Freunde. „Tiere sind immer ehrlich und verstellen sich nicht“, sagt Leonie Kopf aus Spaichbühl. Für die 28-Jährige bedeutet ein erfülltes Leben, ihre Tiere jeden Tag um sich zu haben. Ein Leben ohne Pferde? Für sie nicht vorstellbar. Als Kopf sechs Jahre alt war, zog die Familie von Honhardt nach Spaichbühl. Reitstunden nahm sie mit fünf Jahren, mit sieben standen die ersten Pferde im eigenen Stall. Was als „Pferdefieber“ begann, wurde zur Leidenschaft fürs Leben. Die Familie nahm vor allem ältere Pferde und Tierschutztiere auf, die einen Gnadenplatz suchten. „Zuerst waren es zwei Islandpferde, dann kam ein Shetlandpony dazu“, erinnert sie sich. Schon als...

Mit 1.300 Kilogramm in eine neue Tradition: Spektakuläre Premiere bei der Roßfelder Sichelhenket

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Tradition trifft auf neue Ideen: Bei der Roßfelder Sichelhenket feierte das „SAU-Starke Schlepper-Schieben“ Premiere. Rund 1.000 Gäste erlebten drei Festtage voller Gemeinschaft und Gaudi. Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer (rechts) und Ortsvorsteher Hartmut Werny eröffneten das „SAU-Starke Schlepper-Schieben“ mit vollem Körpereinsatz – und kamen beim 1.300 Kilogramm schweren Schlepper ordentlich ins Schwitzen. Die Dorfgemeinschaft Roßfeld lud wieder zur traditionellen Sichelhenket ein. Freitag machte „Harmonic Highway“ mit Live-Musik im Festzelt den Auftakt. Am Samstag lockte das Bobbycar-Rennen: Rund 45 Fahrer gingen an den Start – für ein Bobbycar ist man offenbar nie zu alt. Dazu gab es Kesselfleisch, Bratwurst mit Kraut, Gegrilltes, Kuchen und Pommes. Nachdem sich die kleinen Rennfahrer beim Bobbycar Rennen auf der Strecke behauptet hatten, waren die Erwachsenen an der Reihe. Mitmachen durfte jeder von drei bis 99 Jahren. Hier ging Christian Ott an den Start. „Vor 44 Johr, do...

Im Vorbeifahren zum Traumberuf: Aidan wird Mechatroniker für Kältetechnik

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Aidan Ringel aus Crailsheim macht eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kälte-Technik KWE GmbH u. Co. KG in Gründelhardt. Auf den Beruf brachte den 16-Jährigen zufällig ein Werbeplakat. Aidan Ringel (links) und sein Ausbilder Michael Ottenwälder beladen das Fahrzeug für den nächsten Baustelleneinsatz. Der Auszubildende verstaut dabei eine Kältemittelleitung aus Kupfer. „Im Bus bin ich an einem Werbeplakat von KWE vorbeigefahren und habe gesehen, dass sie Praktika anbieten. Für die Schule brauchte ich ohnehin einen Praktikumsplatz“, erinnert sich Aidan Ringel aus Crailsheim. Nachdem sich der 16-Jährige auf der Website über das Unternehmen informiert hatte, absolvierte er dort sein Praktikum – und war überzeugt: „Das Team und die Mitarbeiter haben einfach gepasst.“ Heute macht er bei der Kälte-Technik KWE GmbH u. Co. KG in Gründelhardt eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik und startete im September ins zweite Lehrjahr. Die Berufsschule besucht der 16-Jährige im Blockunterr...

Aus Liebe zu Pflanzen: Warum Gärtnerin ihr Traumberuf ist

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Angelina Herrmann und Angelina Hauerstein haben dieses Jahr ihre Ausbildung zur Gärtnerin – Zierpflanzenbau bei der Gärtnerei Rüdenauer abgeschlossen. Warum es für sie keinen schöneren Beruf gibt. Angelina Herrmann (links), Angelina Hauerstein und Simon Brand legen beim Umtopfen einer Palme tatkräftig Hand an. Brand gehört seit rund 20 Jahren zum Team der Gärtnerei. „Man sieht die Entwicklung einer Pflanze von Anfang an – das fasziniert mich“, sagt Angelina Herrmann aus Gammesfeld. Ursprünglich interessierte sich die 19-Jährige für den Beruf der Floristin, entschied sich dann für die Ausbildung zur Gärtnerin mit Fachrichtung Zierpflanzenbau. Diese schloss sie im Juli bei der Gärtnerei Rüdenauer in Blaufelden erfolgreich ab und arbeitet jetzt als Gesellin in ihrem Ausbildungsbetrieb. Den theoretischen Teil absolvierte sie an der Berufsschule in Heilbronn, die praktische Gesellenprüfung fand in der Stadtgärtnerei Stuttgart statt. „Wichtig in diesem Beruf ist das Interesse an der Kulturfü...