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Im Einsatz für eine zweite Chance

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Ein Bewährungshelfer aus dem Landkreis Schwäbisch Hall kritisiert die wachsende Bürokratie, die seine Arbeit erschwert. Manche Darstellungen weist die Bewährungs- und Gerichtshilfe zurück. Ein ehrenamtlicher Bewährungshelfer aus dem Landkreis Schwäbisch Hall übt deutliche Kritik an bestehenden Abläufen. Sein Appell ist klar: „Es braucht eine konsequente Entbürokratisierung.“ Ein unveröffentlichtes Interview des Hohenloher Tagblatts mit einem ehrenamtlichen Bewährungshelfer aus dem Landkreis Schwäbisch Hall hat innerhalb der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg (BGBW) für Aufsehen gesorgt. Der Ehrenamtliche hatte vorab eigene Zitatpassagen  weitergeleitet, die wir ihm lediglich zur Autorisierung zuschickten. In der Folge wandte sich die Pressestelle der BGBW an das HT, um eine einseitige Berichterstattung zu verhindern. Unabhängig davon hätte die Redaktion die Organisation ohnehin um eine Stellungnahme gebeten. Mehrere Aussagen aus dem Gespräch bewertet die BGBW kritisch ...

Schuss nach Sexnachrichten

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Vor dem Amtsgericht Crailsheim steht ein 26-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung. Er soll sein Opfer mit einer Waffe geschlagen und einen Schuss abgefeuert haben. Auf offener Straße nahe der ehemaligen Bank im Crailsheimer Teilort Roßfeld attackierte der Angeklagte den Geschädigten mit einer Schreckschusswaffe. „Ich war damit überfordert. Es war nicht meine Absicht, so etwas zu tun“, erklärt ein 26-Jähriger vor dem Amtsgericht Crailsheim. Laut Anklage soll er am 12. Juni 2023 sein Opfer neben der Feuerwehr in Roßfeld mit einer Schreckschusswaffe bedroht, ihm damit ins Gesicht geschlagen und anschließend einen Schuss in die Luft abgegeben haben. Auslöser des Vorfalls war ein Instagram-Profil, über das sexuelle Inhalte verbreitet worden waren. Der Angeklagte war überzeugt, dass der Geschädigte hinter den entsprechenden Nachrichten stecke, und forderte ihn auf, dies zuzugeben. Gleichzeitig stand auch der 26-Jährige selbst im Verdacht, das Profil betrieben zu haben, von dem die Sex...

Teuflischer Cocktail tötet 18-Jährige

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Vor dem Amtsgericht Crailsheim muss sich ein 49-Jähriger wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels verantworten. Nach dem Konsum von vermeintlichem Kokain aus seinem Verkauf kam eine junge Frau ums Leben. In der Nähe des Schwanensees befand sich die Wohnung des Angeklagten. Die Übergaben erfolgten entweder auf dem Gelände des Albert-Schweitzer-Gymnasiums oder direkt bei ihm zu Hause. Heroinplomben, Hydromorphon, aufgezogene Spritzen mit Heroinlösung, Ecstasy, Subutex, verschreibungspflichtige Medikamente, Methadonhydrochlorid, Verpackungsmaterial, Amphetamine, Fixerbesteck, Feinwaagen: All das stellten Polizeibeamte in der Crailsheimer Wohnung eines 49-Jährigen sicher. Neben Betäubungsmitteln wurden mehrere Ausweise junger Frauen, Krankenkarten, ein Blankorezept und ein Notfallbericht aufgefunden. Dieser ist besonders brisant: Er stammt von einer jungen Frau, die als "Leiche in der Ludwigstraße" bekannt wurde - ein Fall, der 2024 für Aufsehen sorgte. Die Frau war bereits 2023 im Alt...

Ein Stück Kindheit in Berchtesgaden

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Tobias Messerschmidt hatte große Pläne für den Schapbachhof. Warum der Ort für ihn ein Herzensprojekt war und welche neuen Ideen der Steinmetz neben seinen Unternehmen verfolgt. Seine Leidenschaft für den Beruf und das Miteinander gibt Tobias Messerschmidt täglich an seine Kinder weiter. Hier helfen Tochter Lara und Sohn Leonardo ihrem Papa im Steinmetzbetrieb. Quelle: Tobias Messerschmidt „Für mich war der Schapbachhof nie ein wirtschaftliches Projekt, sondern immer ein Ort, der die Liebe und Erinnerungen meiner Kindheit widerspiegelt“, sagt Tobias Messerschmidt. Der 43-Jährige aus Ilshofen ist Steinmetz mit Herz und Leidenschaft. Neben seinem Steinmetzbetrieb in Crailsheim führt er eine Vertriebs-GmbH, eine Immobiliengesellschaft sowie ein Unternehmen, das Häuser im 3D-Druckverfahren herstellt. Außerdem ist er Teilhaber der Amoris UG – einer Plattform für Trauernde, auf der Erinnerungen in Form von Videos, Fotos und Texten festgehalten werden können. Mit dem Schapbachhof hatte der St...

„Die Alten müssen weg“

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Simon Marian Hoffmann, der auf Schloss Tempelhof lebt, will seit seiner Kindheit die Welt verändern. In „Aufstand der Jugend“ zeigt der 29-Jährige den Generationskonflikt. Warum fühlen sich junge Menschen machtlos? Simon Marian Hoffmann ist Künstler, Filmemacher und Aktivist – mit seinem Projekt „Aufstand der Jugend“ setzt er sich für mehr Gehör und Mitbestimmung junger Menschen ein. Quelle: Simon Marian Hoffmann „Ich habe mit zwölf Jahren entschieden, mein Leben dafür einzusetzen, diese Welt ein Stück besser zu machen“, betont Simon Marian Hoffmann. Für ihn sei das kein jugendlicher Idealismus, sondern ein konsequenter Weg. Sein Film „Aufstand der Jugend“ und das gleichnamige Buch sind das Ergebnis von acht Jahren Jugendarbeit, Aktivismus und Gesprächen. Am 31. März um 19 Uhr wird die Dokumentation in der Kulturkapelle am Schloss Tempelhof gezeigt – Auftakt einer Kinotour durch 35 Städte. Eine Reise, die zugleich Einladung und Intervention ist. Was als persönliche Frage begann, sei lä...

Wenn Dorfleben zur Primetime wird

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Die Landjugend Rot am See hat nach acht Jahren erstmals wieder ihren Dorfabend veranstaltet – und dabei mit Humor und spürbarer Gemeinschaft ihr Publikum durch einen Abend geführt. Bei „Let’s Dance“ begeistern die Männer der Landjugend mit einer mitreißenden Showeinlage und zeigen eindrucksvoll, wie viel Energie und Leidenschaft im Tanz steckt. „Bei uns steht die Gemeinschaft der Jugend auf dem Land im Mittelpunkt – ihre Fortbildung, ihr Netzwerk, ihre Horizonterweiterung“, sagt Franziska Albrecht, Vorsitzende der Landjugend Rot am See. Seit drei Jahren führt sie gemeinsam mit Lukas Klenk den 1968 gegründeten Verein. Ob Hüttengaudi, Schnitzelessen, Muswiese oder Mitternachtsturnier: Für Albrecht zählen vor allem die gemeinsamen Momente. 227 Mitglieder und ein vielseitiges Programm zeigen, dass Gemeinschaft aktiv gelebt wird. Besonders spürbar wird das an diesem Abend: Nach acht Jahren Pause kehrt der Dorfabend zurück. Monate lang wurde geplant und geprobt, auch passive Mitglieder bring...

Mit Herz und Humor fürs Freibad

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Die Bädles- Bühne Hengstfeld sorgt bei der Premiere ihres Stücks „Gib dem Affen Zucker“ für eine voll besetzte Halle und beste Stimmung. Mit Humor und Spielfreude begeistert die Gruppe ihre Zuschauer. Mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik ziehen die Darsteller das Publikum in jede Szene hinein. Im Bild: Silke Kochendörfer mit Leon Held (links) sowie Marc Wurzinger und Elke Dürr. Die Turnhalle in Hengstfeld ist kaum wiederzuerkennen. Wo sonst Vereinsleben stattfindet, entsteht eine liebevoll, ländliche Kulisse. Für die Dekoration sorgen Silke Kochendörfer, Tine Ruiner, Ute Vogel, Nici Gsell und Dominique Borchert. Mit der Komödie „Gib dem Affen Zucker“ von Hans Schwarzl nimmt die Bädles- Bühne ihr Publikum mit auf eine besondere Reise. Premiere war am 13. März, insgesamt gibt es fünf Aufführungen. Veranstalter ist das Familienfreibad Hengstfeld mit vielen ehrenamtlichen Helfern. „An so einem Abend sind rund 40 Leute im Einsatz“, sagt Regisseur Uli Gsell aus Hengstfeld. Die Bädles- Bühne...