Von der Idee zur wertvollen Hilfe
Johannes Kurfiß und Michael Etzel bringen mit ihrem Touchdisplay neue Vibes in die Schulen. Sie zeigen, wie moderne Berufsorientierung heute funktioniert.
So begleiten wir die Schüler nachhaltig über die Schule hinaus", erklärt Etzel.
Positive Resonanz
Was im März 2025 als Idee begann, wurde bereits im September
mit dem ersten Board an der Leonhard-Sachs-Schule Realität. Die Resonanz der
Schulen sei positiv – ebenso die Nutzung: Allein an der Realschule zur Flügelau
wurde das Board innerhalb einer Woche rund 1.000 Mal verwendet. Der Fokus von
JobVibez liegt hierbei klar auf früher Orientierung. „Berufsfindung sollte
nicht erst beginnen, wenn Entscheidungen unmittelbar anstehen“, betont Kurfiß.
Ziel sei es, Jugendlichen frühzeitig dabei zu helfen, eine fundierte
Entscheidung für ihren beruflichen Weg zu treffen.
Die Bedienung ist bewusst simpel: Über den Touchscreen
können sich die Schüler spielerisch durch Ausbildungsangebote, Firmenprofile
und ein Funquiz regionaler Unternehmen im Umkreis von 25 Kilometern klicken.
„Viele Berufe haben Jugendliche nicht auf dem Schirm. Das Board soll Neugier
wecken.“ Per Touch gelangt der Schüler direkt zum Unternehmen und erfährt unter
anderem welche Praktikumsplätze angeboten werden. „Praktika sind der beste Weg,
um herauszufinden, ob ein Beruf zu mir passt.“
Etzel und Kurfiß sind beide Softwareentwickler und haben
JobVibez eigenständig konzipiert. Kurfiß bringt ein Maschinenbaustudium mit,
Etzel ist Elektrotechniker. Erste Impulse entstanden bei einer „Nacht der
Programmierer“ von Bausch + Ströbel, bei der Kurfiß auf das Thema aufmerksam
wurde. „Viele Firmen sind auf Social Media unterwegs, doch die Kids folgen
ihnen nicht. Es ist schwieriger für die Unternehmen mit den Schülern in Kontakt
zu treten.“ Warum also nicht dort ansetzen, wo die Schüler sich besonders
intensiv mit ihrer beruflichen Orientierung auseinandersetzen.
Mehrwert für Schulen
Auch für die Schulen bietet das System einen Mehrwert: Sie
können das Display eigenständig verwalten, Bildungspartner einpflegen und über
regionale Veranstaltungen der Berufsorientierung informieren. Das Programm
„Schule bewegt“ nutzt die Plattform ebenfalls für gezielte Aktionen. Die
Resonanz sei positiv. „Wir sind sehr zufrieden, wie das Board ankommt, und
entwickeln es kontinuierlich weiter, sodass es interessant bleibt“, sagt Etzel.
Es soll die Schüler dazu motivieren, sich auch nachhaltig und interaktiv mit
dem Thema auseinanderzusetzen und ihnen dabei helfen, herauszufinden, in welche
berufliche Richtung ihre Reise gehen soll.
Wie kommt JobVibez eigentlich bei den Schulen an? Wolfgang
Lehnert, Schulleiter der Realschule zur Flügelau, zeigt sich überzeugt: „In den
Pausen wird das Board intensiv genutzt. Die Idee ist klasse, weil sie ein
aktuelles, niederschwelliges und zeitgemäßes Angebot für unsere Schüler
darstellt.“ Zudem sei das Gerät versichert. Gerade vor dem Hintergrund neuer
Verwaltungsvorschriften zur Berufsorientierung sei das System eine gute
Ergänzung. „Wir machen bereits sehr viel in diesem Bereich und werden das Angebot
weiter ausbauen.“ Während viele Schüler den Weg in weiterführende Schulen
einschlagen, wüssten andere früh, dass sie eine Ausbildung anstreben. Manche
Schüler benötigen intensivere Unterstützung – insbesondere bei der Suche nach
einem Praktikumsplatz. Auch hier könne JobVibez einen wichtigen Beitrag
leisten.
Neue Projekte im Blick
Für die Zukunft haben die beiden Gründer bereits neue
Projekte im Blick. „Aktuell arbeiten wir an einem virtuellen Team“, berichtet Etzel.
Dieses setze sich aus KI-Mitarbeitern zusammen, die auf einen gemeinsamen
Aufgabenpool zugreifen. Jeder übernehme daraus eigenständig einen Prozess. „Die
Kontrollfunktion behalten aber wir.“ Insgesamt stehen die beiden dem Einsatz
von Künstlicher Intelligenz positiv gegenüber. „Man muss die Technik und den
jeweiligen Sachverhalt klar verstehen, doch als Werkzeug hilft KI enorm dabei,
schnell und produktiv zu arbeiten“, ergänzt Kurfiß.
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