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90 Kilometer mit Maultier zurückgelegt: Millas ungewöhnliche Reise nach Fichtenau

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Die 18-jährige Milla Weiß aus Nürnberg ritt mit ihrem Maultier zum Eselhof Rötlein nach Fichtenau. Dabei war diese außergewöhnliche Wanderung ursprünglich überhaupt nicht geplant. Nach einem dreitägigen Ritt haben Milla Weiß und ihre Maultierstute Negra den Eselhof erreicht. Dort darf sich Negra nun von den Strapazen der Reise erholen und ihre Ferien gemeinsam mit ihrem Eselsfreund Gustl genießen. Während viele die heißen Sommertage im Freibad oder bei einem Eis verbringen, entschied sich die 18-jährige Milla Weiß aus Nürnberg für ein ungewöhnliches Abenteuer: Gemeinsam mit ihrer Maultierstute Negra legte sie rund 90 Kilometer von Nürnberg bis zum Eselhof Rötlein in Fichtenau zurück. Drei Tage war das Duo unterwegs und bewältigte dabei täglich etwa 30 Kilometer. Ursprünglich war die Wanderung gar nicht geplant. Für die Urlaubszeit suchte die Familie eine Unterkunft für ihre beiden Tiere. Esel Gustl wurde mit dem Pferdeanhänger zum Eselhof Rötlein gebracht. Da Negra nicht in den Anhänge...

Ausbildung zur Bestattungsfachkraft: Der Tod ist ihr Alltag

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Michaela Botsch schloss im Juni ihre Ausbildung zur Bestattungsfachkraft bei Bestattungen Kraus erfolgreich ab. Justin Trump kommt ins zweite Lehrjahr – beide geben den Menschen gern etwas zurück. Rebekka Hourticolon (links) ist Bestattungsmeisterin und Ausbilderin. Justin Trump (Zweiter von links) startet im September ins zweite Lehrjahr. Michaela Botsch schloss im Juni ihre Ausbildung erfolgreich ab. Tommy Berges ergriff seine Chance für ein Praktikum und reiste dafür sogar aus Thüringen an. Die Arbeit eines Bestatters beginnt lange vor der Trauerfeier. Im Versorgungsraum des Bestattungsinstituts Kraus in Fichtenau werden Verstorbene gewaschen, hygienisch versorgt, eingebettet, frisiert, rasiert und für ihren letzten Weg vorbereitet. Auch die Wundversorgung gehört dazu. Dafür kommen Nahttechniken wie die Tabaksbeutelnaht zum Einsatz. Medizinische Instrumente und Reinigungsutensilien prägen das Bild. Direkt daneben befindet sich die Kühlung mit einem Verstorbenen, den die Bestattung...

Eine singende Bestattungsmeisterin: Berufung zwischen Musik und Trauer

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Als ausgebildete Bühnendarstellerin kehrte Rebekka Hourticolon ins Familienunternehmen Bestattungen Kraus zurück – und fand ihre Berufung. In ihrer Arbeit sieht sie eine besondere Sinnhaftigkeit. Für Rebekka Hourticolon gehören Singen und Bestatten untrennbar zusammen. Mit ihrer Stimme berührt sie Menschen im Innersten und begleitet sie einfühlsam durch die Zeit der Trauer. Anfangs hatte Rebekka Hourticolon ganz andere Berufspläne. „Ich habe mich für vieles interessiert – unter anderem für Theologie oder eine Hotelausbildung“, erinnert sich die 47-Jährige aus Dinkelsbühl. Schließlich entschied sie sich für die Bühne. Als sie 13 Jahre alt war, zog ihre Familie nach Fichtenau. 1998 entstand das heute Familienunternehmen Bestattungen Kraus. Am Peutinger-Gymnasium in Ellwangen machte sie ihr Abitur mit den Leistungsfächern Musik und Altgriechisch. Parallel erhielt sie von 1996 bis 1999 ein Gesangsstipendium an der Berufsfachschule Dinkelsbühl. „Ich habe schon als Kind gerne gesungen.“ Zum ...

Rosenmontagsumzug in Matzenbach: Narren feiern Fasching

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Gelebte Tradition seit fast drei Jahrzehnten: Beim Rosenmontagsumzug in Matzenbach sind Narren in bunten Kostümen, mit fröhlichen Gesichtern und in ausgelassener Stimmung zu sehen. Auch die Schlümpfe heizten mit einer blauen Rauchbombe die Stimmung ordentlich an und setzten damit ein farbenfrohes Highlight im närrischen Treiben. Heitere Stimmung, dröhnende Musik und ausgelassene Feierlaune prägten den Rosenmontagsumzug in Matzenbach, den der FC Matzenbach veranstaltete. Schon von weitem war das bunte Treiben zu hören – und spätestens beim Blick auf die Kostüme war klar: Hier wird Tradition gelebt. „Die Idee kam von ein paar Frauen des Wandervereins“, sagt Sabine Weiß. „Den Umzug selbst gibt es dieses Jahr zum 27. oder 28. Mal.“ Fast drei Jahrzehnte also, in denen sich das Dorf am Rosenmontag auf den Weg macht. Was einst als spontane Eingebung begann – „Die Frauen hatten damals die Idee, am Rosenmontag durchs Dorf zu ziehen“ – entwickelte sich rasch zu einer festen Institution. Wanderve...

105. Geburtstag: Irmgard Rieger aus Wildenstein blickt zurück

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Irmgard Rieger aus Wildenstein feierte am 22. Dezember ihren 105. Geburtstag. Dankbar blickt sie auf ihre Kindheit zurück und findet auch heute noch in jedem Tag eine kleine Freude. „Mein einziges Handicap ist, dass ich schwerhörig bin“, sagt Irmgard Rieger gleich zu Beginn unseres Besuchs mit einem Lachen. Es ist ihr Humor, der uns sofort berührt. Geboren wurde sie am 22. Dezember 1920 in Ebermannstadt, zwei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. „Als ich geboren wurde, war noch die letzte Postkutsche von Forchheim nach Gößleinsheim unterwegs.“ Autos gab es zwar schon – aber sie gehörten noch lange nicht zum Alltag. Dieses Jahr feierte Irmgard Rieger ihren 105. Geburtstag. Als wir sie am 29. Dezember im Seniorenstift „Auf den Wäldern“ in Wildenstein besuchen, empfängt uns eine kleine, aufrechte Frau mit wachen Augen und einem freundlichen Lächeln. An ihre Kindheit erinnert sich die 105-Jährige noch sehr genau. „Ich war noch nicht ganz drei Jahre alt, als mein Vater versetzt wurde. Er war Ve...

Der Mord von Fichtenau: Ein Verbrechen, das bis heute erschüttert

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Fichtenau – eine beschauliche Gemeinde mit 4.600 Einwohnern im Süden Deutschlands. Vor fast 15 Jahren erschüttert ein brutaler Mord die Gemeinschaft. Alkohol, Sex und Gewalt spielen eine zentrale Rolle. Über die Friedhofs-Killer und ihr Urteil     Bild: Tatort Unterdeufstetten, von Lisa-Marie Irschik Im Jahr 2010 bin ich 13 Jahre alt. Oft bin ich bei meinen Großeltern in einem Dorf nahe Crailsheim, Baden-Württemberg zu Besuch. Ich fahre gerne Fahrrad. Stundenlang vom Hof aus über die Straße, einen Fußweg entlang, um den Baum der Nachbarstraße und wieder zurück. Eines Tages fallen mir vier Personen auf, die vor dem Nachbarshaus auf der Eingangstreppe sitzen. Es war eine dünne Frau, ein sehr dicker Mann und Victor K (Name geändert). Nebendran ein jüngerer Mann mit zwei Kindern. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Schließlich handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus. 15 Minuten später steht die Polizei im Hof des Mehrfamilienhauses. Meine Oma befiehlt mir im Haus zu bleiben...