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Eine Blutspur bis zur Jagstbrücke

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Vor dem Amtsgericht Crailsheim muss sich ein 37-Jähriger verantworten, der mit einem Messer auf seinen Mitbewohner eingestochen haben soll. Zum Motiv der Tat gehen die Aussagen deutlich auseinander. Die Blutspuren des Geschädigten erstreckten sich entlang der Bahnhofstraße bis hin zur Jagstbrücke. „Er hat mich provoziert und gesagt, er wolle meine ganze Familie in Albanien ficken“, verteidigt sich ein 37-Jähriger vor dem Amtsgericht Crailsheim. Laut Anklage geriet der albanische Staatsangehörige am 22. März 2022 mit seinem Mitbewohner in Streit, weil dieser sein Essgeschirr benutzt haben soll. Alkoholisiert und zunehmend aggressiv folgte er dem Mann in dessen Zimmer und stach mit einem Küchenmesser zu. Der damals 26-Jährige erlitt am hinteren Brustkorb eine stark blutende Stichwunde, die potenziell lebensgefährlich war, jedoch keine lebensbedrohlichen Folgen hatte. Nachdem der Angeklagte die Verletzung bemerkt hatte, ließ er ab. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Zum Pr...

Mit knapp drei Promille zur Hauptverhandlung - "Sucht ist eben Sucht"

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Wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz steht ein 48-Jähriger vor dem Amtsgericht Crailsheim. Vor Anklageverlesung wird er mit knapp drei Promille in die JVA Schwäbisch Hall überstellt. Die Polizei Crailsheim erklärte sich freundlicherweise für ein Symbolfoto bereit. Es zeigt einen Atemalkoholtest vor dem Amtsgericht Crailsheim. Aufgrund eines Wertes von knapp drei Promille wurde der Angeklagte in die JVA Schwäbisch Hall bis zum neuen Verhandlungstermin überstellt. Vor dem Schöffengericht Crailsheim muss sich ein 48-Jähriger wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetzes verantworten. Der angeklagte Dealer, ein gelernter Industriemechaniker, soll mit mehreren Drogen gehandelt haben. Plötzliche Wendung Amtsgerichtsdirektorin Dorothea Keck beginnt mit der Feststellung der Personalien. Dabei fällt ihr das Lallen des Angeklagten auf. „Haben Sie Drogen eingeworfen?“ Der 48-Jährige räumt ein, in der Nacht zuvor „ziemlich viel Alkohol“ getrunken zu haben. Zudem habe er ...

"Maximal dreist"

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Ein 48-Jährige wurde wegen mehrfachen Diebstahls zu einer Haftstrafe verurteilt. Frühere Delikte sind unter anderem auf seine Heroinsucht zurückzuführen – jetzige auf Methadon. Sein Vorstrafenregister spricht Bände. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, in einem Supermarkt zwei Flaschen Jägermeister gestohlen zu haben. „Die zweite Flasche habe ich aber bei den Makkaroni wieder zurückgestellt.“ Wegen mehrfachen Diebstahls musste sich ein 48-Jähriger vor dem Amtsgericht Crailsheim verantworten. Der Mann saß seit dem 15. Dezember 2025 in Untersuchungshaft in der JVA Schwäbisch Hall. Laut Anklage soll er Anfang 2025 zwei Flaschen Jägermeister aus einem Supermarkt gestohlen, einer Kundin in einer Apotheke die Geldbörse entwendet und in einem weiteren Markt ein Haarschneidegerät mitgenommen haben. Zudem wurde ihm der Diebstahl eines E-Bikes im Wert von 3.700 Euro in Schrozberg vorgeworfen. Bei einer Hausdurchsuchung stellte die Polizei weitere Fahrräder sicher. Der in Kirgisien geborene Angek...

Vater wegen schwerer Misshandlung seines Säuglings vor Gericht

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Ein Familienvater schüttelte seinen Sohn aus Wut und Überforderung mehrmals, sodass dieser massive Hirnschädigungen erlitt. Jetzt hat sich der Angeklagte vor dem Amtsgericht verantworten müssen. Ein 57-jähriger Familienvater aus Langenburg musste sich vor dem Schöffengericht Crailsheim wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen verantworten. Der Einzelhandelskaufmann ist Vater von sieben Kindern, zuletzt wurden im Januar 2023 Zwillinge geboren – ein Junge und ein Mädchen. Laut Anklage soll der Mann zwischen März und Anfang Juli 2023 seinen Sohn mehrfach heftig geschüttelt haben, weil er überfordert und wütend war. Dabei habe er das Kind mit beiden Armen gepackt und mit erheblicher Kraft hin- und herbewegt. Das Baby erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma mit Einblutungen und massivem Hirndruck. Eine Operation im Juli 2023 war lebensrettend, da Hirnstrukturen bereits eingeklemmt waren. Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte geständig. Er habe bei der Polizei umfassend ausgesagt: „Ich w...

Überholungsmanöver endet vor Gericht

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Ein 28-Jähriger hat sich vor dem Amtsgericht Crailsheim für einen riskanten Überholvorgang verantworten müssen. Unweit der Stelle nehmen viele Autofahrer die Abkürzung über den Schummhof. Den Schummhof an der Nordwest-Umgehung Crailsheim sehen viele Autofahrer als willkommene Abkürzung, um den täglichen Staus im Feierabendverkehr zu entkommen. Vor allem an der Ampelkreuzung zur B290 gehören lange Autoschlangen am Abend zum Alltag. Immer wieder kommt es zu riskanten Manövern – eines davon endet vor Gericht. Ein 28-jähriger SHK-Anlagenmechaniker aus Brettheim muss sich am Amtsgericht Crailsheim verantworten, nachdem er am 13. Februar 2025 gegen 18.35 Uhr auf der Nordwestumgehung mehrere Fahrzeuge überholt hatte – trotz Gegenverkehr. Laut Anklage müssen entgegenkommende Autos auf den Grünstreifen ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Zwei Pkw, ein Peugeot und ein VW Golf, werden dabei beschädigt. Der Angeklagte selbst habe nach eigenen Angaben nicht die Absicht gehabt, über den Sch...