Silvatica Festival in Saurach: Musik, Kultur und Begegnung
Festival mit Wirkung
Ein Teil der Ticketerlöse unterstützt Coach Thomas Youth Development in Kapstadt. Die gemeinnützige Organisation stärkt Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen durch Sport und gemeinschaftliche Aktivitäten. „Dabei geht es darum, Werte und Gemeinschaft zu vermitteln“, sagt Ole Andresen, der die Workshops und Non-Profit-Organisationen mitkoordiniert. Auch Makerspace Lesvos ist vor Ort und bringt pakistanische, afghanische und iranische Küche aufs Festival. Die von Geflüchteten für Geflüchtete gegründete Gemeinschaftswerkstatt auf Lesbos ist ihm persönlich bekannt, da er dort selbst als Volontär tätig war. Unterstützt wird das Event von Leonhard Weiss und der Sparkasse.
Hauptorganisator Luca Lechner (links) hat gemeinsam mit
seinem Team den neuen Festivalkiosk gebaut. Mit dabei: Michel Bauer (rechts)
und Ole Andresen (Zweiter von rechts), der am Festivalwochenende die Workshops
koordiniert und die Non-Profit-Organisationen vorstellt.
Mitmachen & Entdecken
Das Workshopangebot ist vielfältig: Es reicht von Bachata, einem Paartanzstil aus der Dominikanischen Republik, über Bier-Aerobic, Henna, Siebdruck und Festivalschminken bis hin zu freiem Schreiben, Schmuckbasteln, Holzporträts und T-Shirt-Upcycling. Auch Feuerzeuge werden kreativ gestaltet. Hinzu kommt ein Kleiderflohmarkt und ein Beerpong-Turnier. Einen der Workshops leitet Kunsttherapeutin Sarah Schaaf. Zehn Teilnehmende gestalten gemeinsam mit einem Stift ein gewähltes Motiv und erleben Selbsterfahrung in der Gruppe. „Die Übung soll die Menschen dazu anregen, durch Selbsterfahrung über sich selbst nachzudenken“, erklärt Schaaf.
Ein Ort für alle
Rund 950 Gäste begrüßt der Verein Vom Fach an diesem Wochenende. Fast 150 Ehrenamtliche verwandeln das Gelände in eine Festivaloase und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Neu dabei ist in diesem Jahr der Festivalkiosk, das eigens von dem Team gebaut wurde. „Mir bedeutet das Festival unglaublich viel. Es bringt Menschen zusammen und sorgt für Austausch“, betont Hauptorganisator Luca Lechner. Der Architekturstudent organisierte das Wochenende gemeinsam mit ehemaligen Schulkameraden, Freunden und Bekannten. „Wir stehen alle zusammen und arbeiten Hand in Hand. Jeder bringt seine Ideen mit.“ Wie das Festival jährlich wächst, sei spürbar.
Auf dem Campinggelände sorgten Tischtennis, Volleyball und
Skaten für sportliche Abwechslung und gemeinschaftlichen Spaß.
Jedes Jahr neu erzählt
In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Insekten“, das sich auch in der Gestaltung des Geländes widerspiegelt. So hat das Placebo-Kollektiv aus Schwäbisch Hall den Weg zur dritten Bühne „Labellula“ gestaltet. Beteiligt sind regionale Künstler ebenso wie Kreative von weiter her. „Wir wollen mit dem Festival Künstlern eine Plattform geben“, erklärt Michel Bauer. Möglich sei das nur durch viele helfende Hände. Auf dem Gelände treffen Jung und Alt aufeinander. Chill-Areas und Rückzugsorte bieten dabei Raum zum Entspannen und Verweilen. Ob Kinder oder Erwachsene – das vielfältige Workshopangebot hält für alle etwas bereit.
Zahlreiche Stände sorgen auf dem Festivalgelände für ein
abwechslungsreiches Angebot für Jung und Alt.
Klangwelten auf drei Bühnen
Im Mittelpunkt steht die Musik auf drei Bühnen. Verschiedene Live-Bands, Künstler und DJs sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Mit dabei ist auch das DJ-Duo Malfunction b2b Ben Boblenz, das mit Techno begeistert und für das Festival von München und Koblenz angereist ist. „Es ist richtig toll hier. Man sieht, wie viel Arbeit dahintersteckt, und das Angebot ist absolut cool“, sagt Malin Jachnow. Nach ihrem Auftritt genießt das Duo selbst das Festival und legt beim kreativen Gestalten von Feuerzeugen eine Pause ein. „Die Stimmung ist gut.“ Für Jachnow steht fest: Auch die anderen Angebote sollen noch ausprobiert werden.
Auf insgesamt drei Bühnen sorgten verschiedenste Musikgenres
für Tanz und gute Stimmung. Die liebevoll gestaltete Atmosphäre verlieh dabei
jeder Bühne ihren ganz eigenen Charakter.
Motiv trifft Shirt
Auch abseits der Bühnen gibt es viel zu entdecken. Am Stand von Rebekka Sylka können Kleidungsstücke gekauft und getauscht werden, während beim Häkelworkshop aus alten T-Shirts eine gemeinsame Festivaldecke entsteht. Beim Siebdruck lassen sich ausgewählte Motive auf T-Shirts bringen. Für gesellschaftliche Themen schafft das Compass Collective Raum: Eine Ausstellung informiert über Seenotrettung im Mittelmeer, der Workshop „Rechtsruck“ lädt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen ein. Für das Wohl der Gäste sorgen das Awareness-Team und das Rote Kreuz. Ein Ruhezelt bietet zudem einen Rückzugsort vom Festivaltrubel.
Beim Siebdruck-Workshop unter Leitung von Sophie Oberndörfer
(Mitte) brachten die Gäste kreative Motive auf ihre T-Shirts.
Beim Häkelworkshop unter Leitung von Anne Sando (Mitte)
entstand aus alten, zu Garn verarbeiteten T-Shirts eine gemeinsame
Festivaldecke.
Beim Workshop zum Gestalten von Feuerzeugen konnten die Gäste kreativ werden. Auch das DJ-Duo Malin Jachnow und Ben Boblenz nutzte die Gelegenheit für eine entspannte Pause zwischen den Auftritten.
Beim Festivalschminken entstanden neben farbenfrohen Looks
auch kreative Frisuren mit eingeflochtenen Strähnen.
Amelie Düring (links) und Helena Frey gehörten zum
Awareness-Team, das gemeinsam mit dem Roten Kreuz für das Wohl der
Festivalgäste sorgte.
Der bunt gestaltete Weg zu einer der drei Bühnen stammt vom
Placebo-Kollektiv aus Schwäbisch Hall.
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